Aus dem Ältestenkreis 3/2015

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1. Besprechung mit der Leitung des Kindergartens

 

„Übergreifendes Ziel unserer Arbeit ist die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Wir wollen den Kindern Erfahrungen ermöglichen, die ihnen helfen, sich in gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituationen zurechtzufi nden. [...] Das Kind und die Erzieherin gehen einen gemeinsamen Weg, auf dem sich die Persönlichkeit entwickeln kann. Die Grundlage dafür ist für uns die Überzeugung, dass jeder Mensch von Gott gewollt ist.“ Dieses auszugsweise wiedergegebene übergreifende Ziel hat sich der Paul-Gerhardt-Kindergarten in seiner überarbeiteten und mit dem Ältestenkreis abgestimmten Konzeption vorgegeben.

 

Zielvorgaben sind aber nur dann umsetzbar bzw. erreichbar, wenn die notwendigen Mittel zur Verfügung stehen. Die Arbeit des Kindergartens unterstützend zu begleiten, hat daher für den Ältestenkreis hohe Priorität. Dementsprechend war es an der Zeit, einmal wieder die Leiterin des Kindergartens, Frau Gross-Donner, und deren Stellvertreterin, Frau Fuchs, zu einer unserer Sitzungen einzuladen und ihnen Gelegenheit zu geben, über die aktuelle  Situation im Kiga zu berichten (Stand Juni 2015):

 

Der Kindergarten ist z.Zt. praktisch vollbesetzt mit 87 Kindern Die weiteren Plätze bis zur Gesamtkapazität von 95 Plätzen müssen für nachrückende Krippenkinder freigehalten werden, die mit dem 3. Geburtstag in die Kiga-Gruppen aufgenommen werden. 65% der Kinder haben einen  Migrationshintergrund, die Mehrzahl aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, insgesamt sind 19 Herkunftsländer vertreten. Von rechnerisch 15,69 Personalstellen sind 15,01 besetzt, d.h. eine „halbe Kraft“ fehlt ständig, es gibt nur wenige Bewerbungen auf dem Arbeitsmarkt. 2 Kräfte sind in Elternzeit, eine Schwangere hat Beschäftigungsverbot. Es sind zwar Vertretungen verfügbar, dennoch eine nicht befriedigende Personalsituation.

 

Organisatorisch gibt es 2 Krippengruppen zu je 10 Kindern und 3 eigentliche Kiga-Gruppen (3-6 Jahre). Verlängerte Öffnungszeiten (bis 14.00 Uhr) werden angeboten, immer mehr Kinder nehmen am Mittagessen teil (z.Zt. 50). Ein Schwerpunktprogramm „Sprachförderung  für Krippenkinder“, für das es eine zusätzliche 1/2 Stelle (GS-Lehrerin) gab, läuft im Dezember 2015 aus. Das Programm hat sich gut bewährt, die Sprachförderung wurde in den Alltag integriert, die Methoden von den Erzieherinnen übernommen, sodass eine Nachhaltigkeit sichergestellt ist. Auch für ältere Kinder gibt es Sprachförderung. Die „Vorleseoma“ Birgit Hege genießt hohe Akzeptanz. Freitags übt eine „russische Gruppe“ Lieder und Tänze ein (Leiterin Frau Hock), auch das Singen und Musizieren mit Frau Sonja Oellermann wird gut angenommen. Weitere Besonderheiten sind ein Raum mit „Atelier“, wo Malen und größere Bastelarbeiten getätigt werden, sowie eine Lernwerkstatt.

 

Auch der Mini-Gottesdienst hat im Mai zum ersten Mal spätnachmittags im Foyer des Kindergartens stattgefunden, was Eltern und Erzieherinnen sehr begrüßt haben. Wir planen daher, möglichst zweimal im Jahr den Mini-Gottesdienst im Kindergarten zu feiern.

 

Fazit: Trotz einer nicht befriedigenden Personalsituation wird durch das Engagement der Erzieherinnen und die vorbildliche Mitarbeit der freiwilligen Helferinnen ein lebendiges Erziehungsangebot vermittelt, das Anerkennung und einen herzlichen Dank an alle  Beteiligten verdient.

 

 

2. Kurzer Rückblick auf das Brückenfest

 

Auch in diesem Jahr war das Brückenfest am 19. Juli, einer der Höhepunkte in unserem  Gemeindeleben, ein voller Erfolg. Sehr guter Besuch, erneut ein abwechslungsreiches, spannendes Programm und auch das Wetter war uns wohlgesonnen. Die zahlreichen Aktivitäten haben jung und alt angesprochen. Sei es die Kinderaktionen, die erneut erfolgreichen Verlosungen oder die musikalischen Darbietungen wie z.B. das „Beatles-Projekt“ des deutlich verstärkten Paul-Gerhardt-Chores, um nur einige zu nennen. Ein herzlicher Dank vom Ältestenkreis an alle Organisatoren, Mitwirkende Informationen der Gemeindeleitung Paul-Gerhardt-Gemeindezeitung 3/2015 4 und Helfer.

 

Einen Wermutstropfen gab es allerdings. Um die Mittagszeit kam es aufgrund des großen Andranges und einiger technischer Probleme zu längeren Wartezeiten bei Essens- und Getränkeausgabe. Die Gründe hierfür wurden unmittelbar nach dem Fest während des traditionellen Helfertreffens analysiert und daraus die erforderlichen Lehren gezogen. Als Konsequenz sollen im nächsten Jahr u.a. die Essens- und Getränkestände räumlich etwas anders organisiert werden. Es muss in dem Zusammenhang aber auch angesprochen werden, dass einige Gäste ihren Unmut über die längere Wartezeit am jugendlichen Bedienungspersonal ausließen, das aber für die Unannehmlichkeiten in keinster Weise verantwortlich war. Hier soll an den ein oder anderen der Appell gerichtet werden, sein Verhalten zu überdenken! Ansonsten werden sich kaum noch junge Gemeindemitglieder oder deren Freunde bereit erklären, eine solche Aufgabe zu übernehmen.

 

Diese kleinen Unstimmigkeiten sollten aber nicht den überaus positiven Gesamteindruck des Brückenfestes trüben.

 

Jürgen Dick