Aus dem Ältestenkreis 2/2015

1. Unterstützung der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber


Die Zuwanderung von Flüchtlingen, die aus Krisenregionen der Welt zu uns kommen, in denen politische oder religiöse Verfolgung herrscht, ist angewachsen. Aufnahme, menschenwürdige Unterbringung und Integration sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns alle im Rahmen unserer humanitären Verpflichtung und unserer christlichen Nächstenliebe fordert.

Auch die Paul-Gerhardt-Gemeinde sollte sich diesem Thema bewusster widmen, zumal in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, in der Schnabel-Henning-Straße, bereits seit April 2013 eine Gemeinschaftsunterkunft (GU) für Asylbewerber durch den Landkreis betrieben wird. Der Ältestenkreis hat daher zu seiner Sitzung am 23.04. Herrn Rolf Gerken eingeladen, der zusammen mit seiner Ehefrau Erika den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer in Abstimmung mit der Leiterin der GU koordiniert. Herr Gerken informierte uns über die derzeitige Situation in der GU, insbesondere über den aktuellen Unterstützungsbedarf.

Der nachfolgende Artikel „Flüchtlingen helfen, aber wie?“ fasst die wichtigsten Informationen und den Bedarf an Hilfe und Unterstützung zusammen. Der Ältestenkreis bittet alle Gemeindemitglieder Unterstützungsmöglichkeiten zu prüfen. Eine Liste über benötigte Gebrauchsgegenstände liegt bereits im Foyer unserer Kirche aus. Sie wird in aktualisierter Form nachfolgend nochmals abgedruckt. Im Herbst ist ein Gottesdienst zur Thematik „Asylbewerber/ Heimat finden“ geplant.

 

2. Nachbesetzung der FSJ-Stelle

Der ÄK hat sich bei der Nachbesetzung der im September freiwerdenden FSJ-Stelle für Tabea Schlindwein aus Karlsdorf entschieden. Tabea ist 17 Jahre alt, besucht z.Zt. noch die Käthe-Kollwitz-Schule und möchte Sozialarbeit studieren. Sie kennt die Paul-Gerhardt-Gemeinde bereits, da sie seit eineinhalb Jahren in einer Paul-Gerhardt-Band mitspielt.


Der Ältestenkreis bedankt sich bereits jetzt bei Tobias Kubach für seine engagierte Mitarbeit und wünscht ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute. Seine offizielle Verabschiedung bzw. die Vorstellung von Tabea Schlindwein werden im Rahmen eines Gottesdienstes im Herbst erfolgen.

 

3. Konfirmation

22 Konfirmandinnen und Konfirmanden wurden am 26. April von Pfr. Achim Schowalter konfirmiert. Der Vorsitzende des Ältestenkreises Marc Kamlah begrüßte sie danach als vollberechtigte und vollverantwortliche Gemeindemitglieder. Wir haben uns über den sehr guten Besuch des Konfirmationsgottesdienstes gefreut, Kirche und Gemeindesaal waren bis auf den letzten Platz besetzt.

Zuvor hatten die Konfirmandinnen und Konfirmanden den Gottesdienst am 19. April aktiv gestaltet und sich dabei mit dem Thema „Religion und Krieg“ gewidmet. Es ist ihnen gelungen, die schwierige Thematik aus historischer und religiös-ethischer Perspektive, unterlegt mit eindrucksvollen Bildern, so darzustellen, dass die Gemeinde zum Nachdenken angeregt wurde. Ihre sportlichen Talente hatten die Jugendlichen bereits durch den Gewinn des Fußball-Konfi -Cups bewiesen. Ein Konfirmandenjahrgang, auf den wir stolz sein können und aus dem hoffentlich etliche aktive Gemeindemitglieder hervorgehen werden!

 

4. Ökumenischer Hospizdienst

Seit Januar dieses Jahres gibt es die „Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“ als weiteren Hospizdienst neben dem Ökumenischen Hospizdienst (ÖHD). Gegründet wurde die Ambulante Hospizgruppe von ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ÖHD. In der Paul-Gerhardt-Kirche fand in den vergangenen Jahren der Jahresgottesdienst des ÖHD statt, in dessen Rahmen der Verstorbenen des vergangenen Jahres gedacht wurden und die neuen Mitarbeitenden gesegnet und beauftragt wurden. Der Ältestenkreis hat angeregt, im Dienst des Hospizgedankens, diesen Gottesdienst gemeinsam zu feiern. In diesem Jahr wird es zumindest noch keinen gemeinsamen Gottesdienst geben.

 

5. Bilderzyklus „Vaterunser“

Mit Frau Corinna Brandenburger, der Künstlerin, die den Bilderzyklus „Vaterunser“ geschaffen hat, konnte jetzt eine Einigung über den Erwerb der Bilder erzielt werden. Herzlichen Dank für die Unterstützung durch den Förderverein, für die Kollekte der Gemeinde und die  Spenderin, die dies ermöglicht haben. D.h. die Bilder werden jetzt auf Dauer den Innenraum der Kirche schmücken und uns an die Inhalte des Gebetes erinnern, das Jesus seine Jünger gelehrt hat.


Nach dem Gottesdienst an Pfingstsonntag hat Frau Brandenburger eine beeindruckende Einweisung in ihre Interpretation der Bilder gegeben. Passend hierzu wird Pfr. Schowalter im Verlauf des Jahres einige Gottesdienste zum Thema „Vaterunser“ gestalten, um uns die verschiedenen Aspekte unseres wichtigsten Gebetes wieder bewusst zu machen (der erste war bereits am Pfingstsonntag, die nächsten am 21.6. und 2.8.).

 

6. „Briefkasten“ für Fürbittgebete

Immer wieder lesen wir im Neuen Testament die Aufforderung, füreinander zu beten. Umgekehrt tut es gut zu wissen, wenn man anderen Menschen Anliegen anvertrauen kann, damit sie dafür beten. Seit einigen Wochen hängt im Foyer ein Briefkasten, in den man Gebetsanliegen (anonym oder mit Namen) werfen kann. Ein Hauskreis hat die Aufgabe übernommen, jeden Sonntag nach dem Gottesdienst den „Briefkasten“ zu leeren und für die Anliegen zu beten. Wer dazu Fragen hat, kann sich gerne an die Ältesten und Pfarrer Schowalter wenden.

 

Jürgen Dick