Aus dem Ältestenkreis 4/2014

Das Kirchenjahr ist zu Ende gegangen, Zeit für ein kurzes Innehalten, für Rück- und Ausblick. Trotz des schmerzlichen Verlustes einiger Gemeindemitglieder, die seit Jahren ihrer Paul-Gerhardt-Gemeinde nicht nur die Treue gehalten, sondern sich auch in das Gemeindeleben engagiert eingebracht haben, dürfen wir auf das vergangene Jahr mit  Dankbarkeit zurückblicken.

 

 

Auch der Ältestenkreis kann nach fast einjähriger Tätigkeit eine erste Bilanz ziehen. Ich darf im Namen aller Ältesten behaupten, dass wir zu einem wirklichen Team zusammengewachsen sind, in das jeder seine Kenntnisse und Erfahrungen einbringt und in dem die vertrauensvolle Zusammenarbeit Spaß macht. Wir hoffen, dass wir uns auch im neuen Jahr mit Gottes Hilfe mit unserer ganzen Kraft zum Wohle der Gemeinde einbringen und dem Vertrauen, das uns entgegengebracht wird, gerecht werden können.

 

 

 

Rückblick auf das 60-jährige Jubiläum

 

Höhepunkt im Berichtszeitraum waren zweifelsohne die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum der Paul-Gerhardt-Gemeinde am 9. November. Insgesamt hat die  Veranstaltung mit mehr als 200 Teilnehmern eine gute Resonanz gefunden. Daher gilt der Dank den Hauptorganisatorinnen Andrea Schmitt und Cordula Völker sowie allen anderen fleißigen Helfern.

 

Am Anfang stand ein Festgottesdienst, über den Cordula Völker an anderer Stelle in dieser Gemeindezeitung ausführlich berichtet. Nach dem Gottesdienst gab es die Gelegenheit zu Begegnung und Gespräch, dem sich ein einfaches, aber leckeres Mittagessen, zubereitet von Beatrix Mildenberger und Veronika Schultheiss, anschloss.

 

Gefreut haben wir uns, dass auch einige ehemalige Gemeindeglieder und der frühere Pfarrer i. R. Karl Heinz Schweizer an dem Festtag zugegen waren. Nach einem Geburtstagsständchen des Klassik-Quartetts erinnerte Dekan i.R. Reinhard Ehmann an die Anfänge der Gemeinde, an die Startbedingungen und an die Menschen, die diese Zeit geprägt haben; nicht nur ein bewegender Vortrag des ehemaligen Paul-Gerhardt-Pfarrers, sondern auch ein wertvolles zeitgeschichtliches Dokument. Dies gilt auch für den Lichtbildervortrag von Cordula Völker, die die 60 Jahre Gemeindegeschichte anschaulich lebendig werden ließ. Gerade bei den Bildern aus der Anfangszeit wurden bei manchen älteren Gemeindemitgliedern schöne Erinnerungen wieder wach.

 

In das Jubiläum eingebettet war auch die Ehrung von Siegrid Lomnitzer und Friedbert Schwarz, denen nach einer Würdigung ihrer intensiven langjährigen Arbeit im Ältestenkreis und verschiedenen anderen Bereichen durch Pfarrer Schowalter von Dekan i.R. Ehmann das goldene Kreuz der Landeskirche überreicht wurde.

 

Nachdem schon im Gottesdienst die neue Sekretärin Ingrid Murr-Säubert vorgestellt worden war, wurde am Nachmittag Anne Harlacher verabschiedet. Dekan i.R. Otto Vogel, der Frau Harlacher vor 34 Jahren als Sekretärin eingestellt hatte, Pfarrer Schowalter und der Vorsitzende des Ältestenkreises Marc Kamlah für die Paul-Gerhardt-Gemeinde, sowie Pfarrerin Andrea Knauber, Gabriele Becker und Marc Kamlah für die Kirchengemeinde Bruchsal dankten ihr für die gemeinsame Zeit und die freundschaftliche Verbundenheit. (Siehe dazu auch die persönlichen Zeilen von Anne Harlacher).

 

Reimund Glasstetter überbrachte im Namen der politischen Gemeinde Grüße zum Jubiläum und würdigte die Arbeit, die hier geschieht. Nach dem Kaffeetrinken, das von unplugged-Musik der Jugendlichen begleitet wurde, löste Patrick Masselautzky ein Quiz über Paul Gerhardt und die Paul-Gerhardt-Gemeinde auf.

 

Den Jubiläumstag krönte Günter Bader mit seiner Geburtstagsansprache, in der er biographische Erfahrungen mit Wünschen und Perspektiven verband.

 

Dass zu einem Gemeindejubiläum alle von Jung bis Alt gehören, zeigte sich rund um die Kirche, wo die Jugendlichen ein buntes Kinderprogramm mit Hüpfburg, Rollrutsche,  Waffeln und Popcorn organisiert hatten. So hoffen wir für die nächsten Jahre, dass das Gemeindeleben weiter wächst und sich entfaltet.

 

 

 

 

 

Rückblick auf die Gemeindeversammlung am 23.11.

 

Am 23.11. fand im Anschluss an den Gottesdienst die diesjährige Gemeindeversammlung statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Ältestenkreises Marc Kamlah wurden der bisherige Vorsitzende der Gemeindeversammlung Friedrich Weiß und sein Stellvertreter Jürgen Weixler erneut in diese Ämter gewählt.

 

Marc Kamlah gab einen Rückblick auf die Arbeit des  Ältestenkreises im ersten Jahr nach seiner Wahl und informierte nochmals über die verschiedenen Aufgabenbereiche. Erfreulicherweise ist die finanzielle Situation unserer Pfarrgemeinde stabil, was aber nicht zu „großen Sprüngen“ verführen darf, da gegen Ende des Jahrzehntes mit spürbar rückläufigen Einnahmen aus der Kirchensteuer zu rechnen ist.

 

Er wies weiterhin auf die personelle Umbruchsituation in der Gemeinde hin mit dem Wechsel der Sekretärin im Pfarramt von Frau Harlacher auf Frau Murr-Säubert, dem neuen Hausmeister, Herrn Kreikenbohm jun., und dem turnusmäßigen Wechsel des FSJ Mitarbeiters von Patrick Masselautzky auf Tobias Kubach. Sein Dank ging an Brigitte Kreikenbohm, die den Kirchendienst weitermacht und so Kontinuität sicherstellt.

 

Stolz sind wir auf unser Gottesdienstteam, das in einer schwierigen Lage (durch die Neuorganisation des Kirchenbezirks stehen nicht mehr so viele Prädikanten zur Verfügung) erstmals am 14.9. einen schönen Gottesdienst gestaltete und auch im nächsten Jahr wieder tätig werden wird.

 

Erfreulich ist auch, dass die Seniorenrunde nach dem Tod von Frau Schneider durch ein Team weitergeführt wird und sich jeweils am 2. Dienstag im Monat trifft. Angesprochen sind Gemeindemitglieder im Alter von 60 plus. Auch Johannes Schneider ist bemüht trotz hoher beruflicher Belastung die Tradition der Studienfahrt, die seine Mutter jahrelang organisiert hat, fortzusetzen.

 

Es folgten Berichte des Leiter des Bauteams, Hermann Biedermann und des Vorsitzenden des Fördervereins, Günter Bader. Das Bauteam hat eine wirkliche Erfolgsstory aufzuweisen. Seit seiner Gründung 2008 wurden 1632 Arbeitsstunden geleistet, im laufenden Jahr bereits 317 Stunden. Der Innenraum der Kirche, der Gemeindesaal und das Foyer erstrahlen in neuem Glanz. Als nächste Projekte stehen die Dusche der FSJ-Wohnung, der Fledermausschuppen und der Außenbereich an. Die Kosteneinsparungen im Vergleich zur Vergabe an Firmen sind enorm.

 

Der Förderverein kann auf erfolgreiche Veranstaltungen mit einem sehr zufrieden stellenden Spendenaufkommen verweisen. Auch für das nächste Jahr konnte Hr. Bader wieder attraktive und kulturell interessante Veranstaltungen ankündigen, so ein Lichtbildervortrag über Ladakh am 1.2., eine Lesung des Mundartdichters Peter Oehler am 8.3., Musik & Mehr am 17.10 und erneut ein Open Air Konzert (Termin noch offen Juni/Juli). Die große Bedeutung des Fördervereins wurde durch den Vorsitzenden der Gemeindeversammlung ausdrücklich betont. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei nur 3 EUR im Monat! Der Verein fördert Jugendarbeit, Bau, Diakonie und Kirchenmusik.

 

 

 

 

 

Kindergarten

 

„FIT durch interkulturelles Training und Beratung in interkultureller Öffnung (IKÖ)“ ist ein Schulungsprogramm, an dem Pfr. Achim Schowalter teilgenommen hat und in dessen Rahmen am 6.10. im Kindergarten ein Treffen der Steuerungsgruppe mit Vertretern des Ältestenkreises stattfand. Das Programm beschäftigt sich mit der Integration von Kindern aus verschiedensten Kulturkreisen und der Möglichkeit, diese als Bereicherung wahrzunehmen und in den Kindergartenablauf einzubeziehen.

 

Als Ergebnis der Besprechung gab es konkrete Vorschläge, die über die interkulturelle Öffnung hinaus auch eine Intensivierung des Verhältnisses des Kindergartens zur Gemeinde zum Ziel haben. Hierzu gehört die Idee, am Gemeindefest einen Stand mit Speisen aus den verschiedenen Herkunftsländern anzubieten, Elternnachmittage mit Beteiligung von Vertretern der Gemeinde bis hin zur Planung eines Mini-Gottesdienstes im Kindergarten.

 

Im selben Zusammenhang wurde vom Kindergartenteam eine Überarbeitung der Kindergartenkonzeption vorgelegt, in die die Leitlinien für die interkulturelle Öffnung und die Inhalte für das Projekt der alltagsorientierten Sprachförderung eingearbeitet waren. Ein ambitioniertes Vorhaben, das die volle Zustimmung und Unterstützung des Ältestenkreises hat.

 

 

 

 

 

Defibrillator

 

Auf Initiative von Robert Säubert (Facharzt für Anästhesie) soll im Kirchengebäude ein auch durch medizinische Laien einsetzbarer Defibrillator installiert werden. Das Gerät kann durch elektrische Impulse bei Herz-Kreislaufstillstand Leben retten. Wissenschaftliche Statistiken zeigen, dass der freie Zugang zu solchen Geräten und der sofortige Einsatz im Notfall die Überlebensraten steigern.

 

 

 

 

 

Ausblick

 

Auch im neuen Jahr soll durch mehrere Veranstaltungen, auf die wir rechtzeitig hinweisen, die Gemeindearbeit lebendig und interessant gestaltet werden. Im Mittelpunkt stehen aber nach wie vor die Gottesdienste als Kernstück der Verkündigung der frohen christlichen Botschaft. Dazu laden wir herzlich ein!

 

Etwas Besonderes werden dabei zwei ökumenische Gottesdienste sein, die im Rahmen der Heimattage, die im nächsten Jahr in Bruchsal stattfinden, am 13.9. und am 27.9. gefeiert werden. Wie überhaupt die Fortsetzung des ökumenischen Miteinanders auch nach der Neuorganisation und dem Pfarrerwechsel in unserer katholischen Nachbargemeinde uns ein großes Anliegen ist.

 

 

 

Abschließend darf ich im Namen des gesamten Ältestenkreises Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches und gesundes Neues Jahr 2015 wünschen!

 

 

 

Jürgen Dick