Aus dem Ältestenkreis 3/2014

Wie in jedem Jahr war das Gemeindeleben während der Sommermonate neben Gottesdiensten und Arbeitskreisen von einer Vielfalt von Veranstaltungen geprägt, die das Zusammenleben und Zusammenwirken in der christlichen Gemeinschaft gefördert und bereichert haben. Dabei gibt es auch immer wieder Gelegenheiten, sich  auszutauschen und in konstruktiver Diskussion neue Impulse zu setzen. Es ist die  Aufgabe des Ältestenkreises, die dabei gewonnenen Erkenntnisse ernst zu nehmen, d.h. aufzugreifen, zu prüfen und in die Arbeit einfließen zu lassen.

 

 

 

Auswertung der Gemeindefreizeit
In diesem Sinne haben wir ein Fazit der in den Themengruppen der diesjährigen Gemeindefreizeit erarbeiteten Vorschläge für die künftige Gestaltung und Weiterentwicklung der Gemeindearbeit gezogen. Die in der Koordination von Cordula
Völker in 6 Tableaus zusammengestellten Ergebnisse boten nicht nur eine Fülle interessanter Analysen, sondern auch konkrete Anregungen, die dem Ältestenkreis eine gute Grundlage für die weitere Planungsarbeit liefern. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Themen:

Die Gemeinschaft und die menschlichen Beziehungen innerhalb der Gemeinde, der respektvolle Umgang miteinander, die Aufnahme von Neuen, die Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, aber auch die Angebotsvielfalt und die Offenheit für Neues wurden als positiv herausgestellt. Als besonders wichtig wurde das „Glauben finden und leben“ und das „angenommen werden in seiner Individualität“ bezeichnet. Für den Ältestenkreis ist diese Bewertung eine Verpflichtung, daran zu arbeiten und die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass
diese Kultur erhalten bleibt und weiterentwickelt wird.

 

Ein Thema, das wir in diesem Zusammenhang weiterverfolgen und vertiefen wollen, ist die Frage, wie die Gemeinde für Außenstehende noch offener und attraktiver werden kann. Eine Zielgruppe wären z.B. die Eltern der Kindergartenkinder, die noch besser eingebunden werden sollten, einschließlich einer besseren Verknüpfung von Kindergarten zu Kindergottesdienst. Auch für die Einbindung der russlanddeutschen Gemeindemitglieder wird Verbesserungspotential gesehen.

 

Zur Gestaltung der Gottesdienste gab es einige Anregungen. Allerdings ist der Ältestenkreis der Auffassung, dass Änderungen dosiert erfolgen sollten. Dass Kritik und Vorschläge ernst genommen werden, zeigt eine Grundsatzdiskussion über Inhalt und Länge der Abkündigungen gegen Ende der Gottesdienste. Dabei kamen wir zu dem Ergebnis, dass die Abkündigungen das Gemeindeleben widerspiegeln und in ihrer bisherigen mündlichen Form beibehalten werden sollten. Dabei ist durchaus eine Straffung möglich, indem z.B. nur die Veranstaltungen genannt werden, die nicht regelmäßig stattfi nden. Auch die aus unserer Sicht gute Tradition, dass der Wochenspruch am Ende der Abkündigung durch den vortragenden Ältesten
verlesen wird, soll beibehalten werden.
Als besonders wichtig wird nach wie vor das Angebot der Gruppen und Kreise bewertet. In diesem Zusammenhang muss angestrebt werden, die hierfür sehr wichtige FSJ-Stelle unbedingt zu erhalten.

 

Weitere Themen waren die Bedeutung des Gebetes, sowie unter der Überschrift „Tiefer bohren-Glaubenskurse“ das Bedürfnis, spezielle Fragestellungen des christlichen Glaubens weiter zu vertiefen. Dies könnte in Gesprächsrunden oder Vortragsabenden erfolgen. Der Ältestenkreis wird diese letztgenannte Thematik aufgreifen und Möglichkeiten der Umsetzung erörtern. Dabei sind die monatlichen Sitzungen viel zu kurz, um alle Anregungen wirklich eingehend zu erörtern und in Entscheidungen einfl ießen zu lassen. Dies haben wir uns für die vom 23.-24.01.2015 geplante Ältestenrüstzeit vorgenommen.

 

In einer Feedback-Evaluation hatten die Teilnehmer der Gemeindefreizeit die Gelegenheit, ihre Bewertungen abzugeben. Die Auswertung führte zu eindeutigen Ergebnissen. Die Mehrheit ist für eine Wiederholung und vertritt die Auffassung, dass die Gemeindefreizeit jedes Mal aufs Neue die Gemeinschaft und den Zusammenhalt stärkt. Als positiv wird empfunden, dass über die Freizeit auch Leute von „außen“ an die Gemeinde herangeführt und integriert werden können. Trotz einiger infrastruktureller Einschränkungen soll auch in Zukunft die Einrichtung in Weidenthal genutzt werden, da Anlage und Umgebung gute Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Dementsprechend hat der Ältestenkreis entschieden, die Gemeindefreizeit im nächsten
Jahr wieder stattfi nden zu lassen. Termin: 8.Mai - 10 Mai 2015.

 

Gestaltung der Gottesdienste in den Sommerferien
Über die Schwierigkeiten, während der Sommerferien durchgehend Gottesdienste anzubieten, wurde in der letzten Ausgabe der Gemeindezeitung ausführlich berichtet. In Zusammenarbeit mit der Luthergemeinde wurden annehmbare Lösungen gefunden und auch umgesetzt. Der Ältestenkreis bedankt sich ausdrücklich dafür, dass die angebotenen Alternativen bei der Gemeinde Verständnis und hohe Akzeptanz gefunden haben. An vier Sonntagen wurden die Gottesdienste durch Prädikanten/-innen geleitet. An zwei Sonntagen waren wir in der Luthergemeinde zu Gast, deren Gemeindemitglieder im Gegenzug einmal in die Paul-Gerhardt-Kirche eingeladen waren. Wenn diese Gemeindezeitung erscheint, wird außerdem am 14. September erstmals der Gottesdienst von einem Gottesdienstteam (d.h. ohne Pfarrer oder Prädikant) gestaltet worden sein; eine Lösung, die nach wie vor als Notlösung angesehen werden muss, auf die wir aber dennoch stolz sein können.
Den Initiatoren und Teammitgliedern gilt unser herzlicher Dank!

 

Rückblick auf Veranstaltungen
Mit Dankbarkeit blickt der Ältestenkreis auf eine Reihe von erfolgreichen Veranstaltungen zurück, die ohne die tatkräftige Initiative und Unterstützung zahlreicher Gemeindemitglieder nicht möglich gewesen wären.

 

Das vom Paul-Gerhardt-Chor zusammen mit 25 Kindern aufgeführte Konzert „Das kleine Huhn“ hat sehr viel Spaß bereitet und gute Resonanz gefunden.

 

Der gemeinsame Gottesdienst mit St. Peter in St. Paul am Pfi ngstmontag war
erneut ein gutes Zeichen unserer ökumenischen Verbundenheit.

 

Am Kinderbibeltag nahmen 34 Kinder teil. Die Männerrunde sorgte in altbewährter
Weise für das leibliche Wohl.

 

Am 26. Juni haben sich 23 Konfi rmanden zum Unterricht angemeldet.

 

Last but not least war auch in diesem Jahr das Brückenfest eine rundum gelungene und gut besuchte Veranstaltung.

 

Ein herzlicher Dank auch unserem Förderverein für die Durchführung des diesjährigen Open Air-Konzertes mit dem Unteröwisheimer Posaunenchor und „Femmes Vocales“. Die erfolgreiche Veranstaltung wurde mit einem noch erfolgreicheren Event abgeschlossen: Public Viewing des Endspiels der Fußball-WM!

 

Jetzt noch einige Informationen organisatorischer Art:

 

Infrastruktur
Die Elektrik im Kirchen- und Gemeindehaus ist nicht auf neustem Stand. Verschiedenen Leitungen müssen erneuert werden. Hermann Biedermann koordiniert die Arbeiten.

 

Geplant ist ferner der Einbau von Dusche, Waschbecken und WC im Pfadiheim.

 

Der Fledermausschuppen ist renovierungsbedürftig und soll auch neu möbliert werden. Das Bauteam übernimmt die erforderlichen Arbeiten ab Frühjahr/Sommer 2015 und freut sich auf die tatkräftige Unterstützung durch die Jugendlichen.

 

Bilder in der Kirche
Der Ältestenkreis hat beschlossen, die Bilder von Frau Brandenburger, die zur Zeit die Innenräume der Kirche schmücken, zu erwerben. Es gibt eine Spenderin!

 

Abschließend soll nochmals auf ein bevorstehendes herausragendes Ereignis hingewiesen werden! Am Sonntag, den 9. November feiern wir unser 60-jähriges Jubiläum. Das genaue Programm wird in Kürze vorliegen. Der Ältestenkreis würde sich freuen, möglichst viele Gemeindemitglieder an diesem Festtag begrüßen zu können.

 

 

 

Jürgen Dick