Geistliches Wort

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Angedacht

Liebe Leserinnen und Leser,


wieder geht ein Jahr zu Ende. Hoffentlich gab es für Sie viele schöne Erfahrungen und Begegnungen, sodass dieses Jahr ein wertvolles Jahr für Sie ist und sie gerne daran zurückdenken. Im großen politischen Geschehen wird dieses Jahr in manchem ein denkwürdiges Jahr bleiben, dessen politische und soziale Entwicklungen viele von uns  nachdenklich machen.
Für die evangelischen Kirchen war es auf jeden Fall ein besonderes Jahr. Am 31. 10. ging das offizielle Reformationsgedenken zu Ende. Dafür gab’s für alle einen Feiertag. Auch als Paul-Gerhardt-Gemeinde und als Kirchengemeinde Bruchsal gab es verschiedene Angebote. In dieser Ausgabe des Gemeindebriefs wird dieses Thema an einigen Stellen anklingen. Auch die Predigt des Festgottesdienstes in der Luthergemeinde können Sie in dieser Ausgabe nachlesen.
Nun steht bald Weihnachten vor der Tür. Dass in der evangelischen Kirche Weihnachten einen so hohen Stellenwert hat, hat zu einem guten Teil auch mit Martin Luther zu tun. Die Botschaft, dass Gott Mensch wurde und unter uns wohnte (Johannes 1), war für seinen Glauben und sein Nachdenken über diese Welt ein wichtiger Anker. Dass Gott sich aufmacht, um in dieser Welt zu leben und diese Welt zu verändern und zu erlösen, das darf auch uns Anstoß und Freude und Trost sein.
Ganz kindlich hat Luther dies in seinem Lied „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ beschrieben, das er als Weihnachtskrippenspiel für den familiären Gebrauch - inspiriert von einem Volkslied - geschrieben hat.


1. » Vom Himmel hoch da komm ich her, ich bring euch gute neue Mär;der guten Mär bring ich so viel, davon ich singn und sagen will.
2. Euch ist ein Kindlein heut geborn von einer Jungfrau auserkorn,ein Kindelein so zart und fein, das soll eu‘r Freud und Wonne sein.
3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not,er will eu‘r Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein.
4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit‘,dass ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich.
5. So merket nun das Zeichen recht: die Krippe, Windelein so schlecht, da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt.«
6. Des lasst uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt.


Ich wünsche Ihnen ein Weihnachtsfest, das von dieser Menschenfreundlichkeit Gottes geprägt und
überstrahlt ist.

 Ihr Achim Schowalter